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Baubericht-Bugsier3

Allgemein
Das Modell ist eigentlich ganz schnell zu bauen, wenn man nur nach Bauvorlage bauen will und keine Sonderfunktionen einbauen möchte. Es ist nur eine Sonderfunktion vorgesehen das ist das öffnen des Schleppharkens.
Die Baupläne sind alle sehr leicht zu verstehen, also auch für Nichtgeübte geeignet. Ich habe mich nicht ganz an die Reihenfolge des Bauplanes gehalten, weil der Bauplan sieht schon ganz früh vor, das Deck zu montieren. Wenn man Sonderfunktionen einbauen will, empfehle ich diese vorher einzubauen und dann erst das Deck. Der Baukasten enthält viele Holzteile, die sehr mühselig auszuschneiden sind. Man sollte alle Holzteile mit Porenfüller streichen und lackieren oder imprägnieren, sonst könnten die Holzteile im Kontakt mit Wasser kaputt gehen.
Der Beschlagsatz enthält alle Teile, wie Leuchten für den Mast, Ankerwinde, Schleppwinde... Wenn man ein Schiff haben will, das nur gut aussieht, sind diese Teile perfekt. Es Fehlt nur ein bisschen Farbe und dann sehen diese Teile richtig schön aus. Wenn man aber Funktionen haben will, und sei das nur die Beleuchtung, dann kann man die Lampen aus dem Beschlagsatz vergessen. Die haben keine Öffnung um dort 6V Minnilampchen hinein zu tun.
bau hir ein Bild vom Bau, wo gerade das Schanzkleit angeklebt wird.


Motor und Antrieb
Den vorgesehenen Getriebemotor kann ich nicht empfehlen, denn das Getriebe macht Lärm, verbraucht Energie und ist auch sehr teuer. Ich würde ein Langsamdrehenden Motor mit direkter Übertragung auf die Welle empfehlen.
Ich habe mich an den Bauplan gehalten und hab die Position des Motors so gelassen, weil ich leider zu spät darauf aufmerksam gemacht wurde, das man den Motor so weit wie es nur geht nach hinten verlegen sollte, so hat man nämlich mehr Gewicht hinten. In meiner Bugsier3 musste ich viel Blei nach hinten packen, weil die Schiffsschraube beim drehen Luft gezogen hat.
Ich habe mich für den Bühler 600 entschieden, da ich auf direkt Antrieb gesetzt habe, konnte ich den Motorlagerbock von Robbe(Best. Nr:1415) nehmen. Unter dem Lagerbock musste ich nur ein paar dünne Platten kleben und dann hat alles gepasste. Die Kupplung die vorgeschlagen wurde habe ich auch nicht genommen, sondern die Kupplung von Robbe(Best. Nr:1446). Darum habe ich eine etwas längere Welle und ein etwas längeres Stevenrohr, weil die Kupplung von Robbe kürzer ist als die von Graupner.
Motor Ein Problem bei dem Bühler 600 war, dass man die Gewinde selbst drehen musste um den Motor zu befestigen. Ich würde darum nächstes Mal ehr ein Speed 700Torque nehmen.


Innenausbau
Da ich sehr viele Sonderfunktionen eingebaut habe wurde der Platz doch schon sehr knapp. Ich musste noch ein weiteren Akku einbauen, weil der Antriebsmotor mit 12V läuft und die Sonderfunktionen alle mit 6V betrieben werden und ich nicht wollte das ich nur einen Fahrakku belaste um 6V zu bekommen dadurch wurde es noch viel enger im Rumpf. Der Empfänger, Multiswitchmodul, Fahrtenregler, Pumpe, mehrere Steuerplatinen, Antriebsmotor, 2x 6V Fahrakkus, 1x 6V Akku, Ruderservo und der Servo für die Schleppwinde sind im Rumpf verbaut.
innenausbau1 Hier sieht man das der ganze Innerraum ausgenutzt wurde.
innenausbau2 Unter dem kleinen Akku verbirgt sich die meiste Technik und man sieht auch die Pumpe für die Löschkanone


Deck
Das Deck besteht aus zwei Sperrholzbrettern. Ich fande die Oberfläche nicht so schön, darum hab ich das Deck mit Riffelblech (aus ABS) von Robbe (Best. Nr:15062000) beklebt.

innenausbau1

Aufbauten
Das Maschinenhaus lässt sich sehr leicht zusammenzubauen, aber der Schleppharken ist etwas schwieriger zu bauen und alle kleinen Ösen hätte man selbst biegen sollen. Darum habe ich im Modellbaugeschäft vorgefertigte Ösen gekauft. Die Masten sollten aus Rundholzstangen gefertigt werden, da ich die Mastbeleuchtung funktionsfähig machen wollte, hab ich den Mast aus Alurohre hergestellt. Die Lackierung hab ich auch etwas geändert und noch ein paar Details noch eingefügt, wie Fensterrahmen, Bullaugen, ein Radar u.s.w.
Vom Baukasten ist nur vorgesehen das man das Maschinenhaus auf der Süllkante locker drauf setzt. Ich habe mal bei einer anderen Bugsier 3 gesehen, dass bei einem kleinen Windstoß das komplette Maschinenhaus ins Wasser gefallen ist, darum kann ich das Maschinenhaus mit einer Schraube befestigen, bis jetzt hab ich noch keine Probleme damit gehabt. Im Maschinenhaus befindet sich ein Soundmodul, der Lautsprecher, eine Platine, ein Servoschalter für den Kran, ein Getriebemotor für den Kran, ein Getriebemotor für das Radar, zwei Endschalter und ein Rauchgenerator. Durch diese vielen Sachen ist der Platz im Maschinenhaus sehr knapp und es ist etwas schwerer geworden. Das Rettungsboot hab ich auch erst versucht funktionsfähig zu machen da aber die Technik komplett kaputt ging, hab ich es dann sein gelassen.

Aufbauten1 Hier sieht man die ganze Technik die im Maschinenhaus verbaut ist. Die hintere Platine ist das Soundmodul und die Platine ganz vorne wo die Ganzen Leitungen hin gehen ist die Steuerplatine für die Beleuchtung und den Rauchgenerator.
Aufbauten2 Für die Befestigung des Maschinenhaus habe ich hinten ein Platte ABS eingeklebt und dann durch das Maschinenhaus und die ABS platte gleichzeitig gebohrt damit die Löcher auf gleicher Höhe sind. Danach habe ich eine M2 Mutter eingeklebt.
Aufbauten3 Von Außen sieht man nur die kleine Schraube. Damit man die Schraube leichter mit den Fingern drehen kann hab ich auf dem Kopf der Schraube einen Fächerring aufgelötet.
Aufbauten4 Ich hab die Schiffsschraube und das Ruder noch dran gelassen sind aber nur noch Attrappen.
Kran Der Kran wird rauf und runter bewegt mit einem Kleinstgetriebemotor. Der Motor wird gestoppt durch zwei Endschalter. Der Kran ist fast so wie im Bauplan vorgesehen, nur die Welle hab ich selbst gebaut. Der vordere schwarze Faden ist für die Endabschaltung, wenn der Kran oben ist. Der hintere schwarze Faden (der Faden auf der linken Seite) ist für die Endabschaltung, wenn der Kran unten ist.


Schleppwinde
Von der Schleppwinde, die im Beschlagsatz dabei war hab ich nur ein paar Teile verwendet. Die meisten Teile habe ich aus Holz gefertigt. Zuerst hab ich eine Öffnung für die Schleppwinde in das Deck gesägt und danach ein Rahmen um die Öffnung geklebt, damit Wasser nicht so schnell in den Rumpf gelangt.
Da ich nur die Funktion des drehens der Schleppwinde realisieren wollte und keine Last damit ziehen wollte hab ich mich für einen Standartservo für den Antrieb entschieden. Ich hab die Platine des Servos abgelötet und an den Motor Leitungen angelötet. Danach musste ich bei dem letzten Zahnrad des Getriebes des Servos ein kleinen "Begrenzungsnippel" abfeilen, damit das Getriebe sich Komplet drehen kann und nicht nur im bestimmten Radius.
Die Drehrichtungsumkehr hab ich mit einer kleinen Relaissteuerung übernommen, auf der Platine ist aber auch noch für ein zweiten Motor die Drehrichtungsumkehr draufgelötet.
Schleppwinde1 Die Seitenteile für das Gehäuse hab ich von dem Bausatz der Original Schleppwinde genommen, Die Seitenteile hab ich ein bisschen erhöht, damit das Zahnrad passte. Dann auf die Seitenteile Holzleisten geklebt und noch die Rundungen geschliffen.
Schleppwinde2 Da das Deck gewölbt ist, so das Wasser besser ablaufen kann, musste ich bei den langen Leisten die Wölbung mit einschleifen um eine gerade Fläche für die Platte der Schleppwinde zu erhalten.
Schleppwinde3 Die Übersetzung hab ich mit dem Kettensatz von Robbe(Best. Nr:1378) realisiert. Da ich das Getriebe im Servo gelassen hab dreht sich die Schleppwinde auch nicht zu schnell.
Umpolplatine Es sind je zwei Relais für ein Motor da. Die Widerstände sind dafür das die Spannung am Motor nicht so hoch ist und damit die Drehzahl niedriger ist